Schloß Wüstenfeste (c) 2006 by Markus Beermann

Zur Zeit der Helden, Mythen, Könige, und der Zauberei trug sich folgendes nach
Überlieferung zu. Schloß Wüstenfeste im Land Morgana zur Mittagszeit ist Schauplatz wilden Getümmels. Das Volk des Königs Ishtir und einige Händler hatten sich außerhalb des Schloßes Wüstenfeste versammelt. Prinz Wolfruth und Baron Merganes waren die letzten im Turnier. Immer wieder ritten sie auf Ihren Rössern aufeinander ein, und parierten Schwerthiebe. Keiner konnte wirklich sagen wer der bessere Kämpfer war. Doch dann, Augenblicke nur, und Merganes, der Baron erzielte einen Treffer. Prinz Wolfruth stürzte zu Boden. Der Baron siegte. Insgeheim hoffte der Baron schon lange auf die Hand der Tochter des Königs. Vielleicht würde der Sieg des Turniers ihn in diesem Bestreben vorranbringen. Merganes ritt an der Tribüne heran und entlang. Prinz Wolfruth führte sein Pferd, als zwar Nummer zwei der Ritterunde, doch sichtlich betrübt, zum Stall. Der König überreichte dem Baron das Preisgeld. Sodann begann der Jubel und die Feierlichkeiten, an denen die Ritter, Kaufleute und alle Edelmänner und Frauen teilnahmen. Prinz Wolfruth hingegen suchte den Heiler und Magier der Wüstenfeste auf. Dort ließ er sich stärken und beraten, wie er ein weiser Edelmann werden würde. Nun, Wolfruth war jung, aber schon sehr hart im nehmen. Der Heiler und Magier riet ihm sich zu üben, in der Kampfeskunst, um bei dem nächsten Turnier als Sieger dazustehen. Währenddessen jedoch tanzte bereits Merganes mit der Tochter des Königs. Doch der König hatte andere Sorgen, als sich wegen eines Tanzes Gedanken zu machen. Dem eben wurde durch einen Laufburschen auf dem Schloßplatz, wo das gemeine Volk zur Zeit feierte, verkündet: "Es habe ein gar garstiger Monsterdrache ein Dorf in den Bergen verbrannt." Der König beriet sich mit seinen Beratern. Sie kamen einer alten Legende nach zu dem Entschluss: Nur ein Ritter allein könne den Drachen stellen und besiegen. Doch alle Ritter hielten sich zurück. Doch nach kurzer Zeit, meldete sich der jüngste Ritter bereit dazu: Prinz Wolfruth. Am darauffolgenden Tag brach Prinz Wolfruth mit seinem besten Pferd und seiner Ausrüstung auf. Wochen vergingen, doch keine Nachricht aus den Bergen traf ein. Schließlich erreichte ein weiterer Laufbursche sein Ziel. Schloß Wüstenfeste. Er berichtete von den Geschehnissen in den Bergen. Prinz Wolfruth sei vermisst, und der Drache sei wieder gesichtet worden. König Ishtir fiel in Trauer und Zorn, er hielt seinen Sohn für tot. Baron Merganes beschlich eine Idee, und folgte ihr sodann. Er sprach beim König vor, und verlangte die Hand der Prinzessin, für die Tötung des Drachen. Den Drachen wollte er alleine bewerkstelligen, er nahm es sich fest vor. Der König willigte in seiner Trauer, und seinem Zorn und Verzweiflung, ein. Noch am folgenden Tag brach der Baron auf. Ebenfalls, mit seinem besten Pferd, sowie seiner besten Rüstung. Doch es gab einen Unterschied. Merganes hatte am Morgen sein Schwert an beiden Seiten der Schneide mit starken exotischen Gift bestrichen. Am Nachmittag war es soweit, der Baron traf auf den Monsterdrachen. Er war recht groß, und spuckte ihm Feuer entgegen. Welches er aus seinem Rachen in die Luft spie. Der Baron blockte das Feuer mit seinem Armschild. Doch es wurde sehr heiß. Schließlich die Gelegenheit: Der Drache legte den Kopf in den Rücken und holte mit lauten Geräusch Luft. Merganes drückte die Sporen, und preschte drauflos. Die Chance, und er stieß das vergiftete Schwert in den Unterbauch des Monsterdrachens. Blut ergoß sich aus Ihm aus dem Bauch herraus auf den Baron und das Pferd. Der Drache fing an zu Rauchen, zu brennen, und verwehte in Sekunden in alle Winde. Doch das Schicksal schlug nicht auf der Seite des Barones. Er und sein Pferd fingen an, ineinander zu verschmelzen, und wuchsen heran zu einem neuen, beachtlichen, wohl unbezwingbaren Monsterdrachen. Denn schon zu Urzeiten hieß es in der Legende, dass Drachenblut bränge Unheil, und wäre unbezwingbar, es würde einen neuen Drachen erzwingen.